Grüne unterstützen unabhängige SG-Bürgermeisterkandidatin Ute Kück

Ute Kück zu einer öffentlichen Veranstaltung bei Kino-Meyer einzuladen, war ein voller Erfolg.

Die Kino-Hotel Meyer Event Managerin Amelie Tölke hatte den „Marktplatz“ genannten großen Raum (ehemals I-Punkt) mit 50 Stühlen bestückt. Die reichten nicht aus. Es kamen viele interessierte Menschen aller Altersgruppen und Mitglieder aller Ratsfraktionen.

An der Stirnseite des Marktplatzes platzierten wir Ute Kück zwischen den beiden Ortsverbands-(OV)-Vorständen Hartwig Holthusen und Thorsten Törner.

Hartwig Holthusen begrüßte die Gäste sowie Ute Kück kurz nach 19:30 Uhr und sagte, dass wir Grüne mit dieser öffentlichen Ortsverbandsitzung mehrere Ziele verfolgen:

  • Während die anderen Parteien Frau Kück bisher nur in kleinen Zirkeln und hinter verschlossenen Türen getroffen haben, wollten wir allen Mitbürger*innen und allen unseren Parteimitgliedern die Gelegenheit bieten, Frau Kück kennenzulernen.
  • Wir Grünen wollten wissen, was die Harsefelder*innen interessiert und
  • uns selbst ein Bild von Frau Kück machen, um am Ende des Abends im OV darüber abzustimmen, ob wir die Kandidatur von Frau Kück als OV unterstützen oder nicht.

Das veranlasste einzelne Vertreter der anderen Parteien dazu, ihrerseits öffentliche Veranstaltungen mit Frau Kück anzukündigen.

Zunächst stellte Frau Kück sich vor, indem sie ihren beruflichen Werdegang schilderte und einiges über ihre Interessen und Hobbys erzählte. Sie sei eine Teamplayerin und eine Perfektionistin, die alles möglichst gut machen wolle und sich dementsprechend vorbereite.

Nach der Selbstpräsentation lud Hartwig Holthusen die Gäste ein, Fragen zu stellen. Die kamen zu vielen verschiedenen Themen. Ein Gast wollte wissen, wer den/die Samtgemeindebürgermeister*in wählt und wann das geschehen wird.

Der/die SG-Bürgermeister*in wird nicht vom Rat sondern von den Bürger*innen der Samtgemeinde gewählt. Der Wahltermin steht noch nicht fest, wird aber im April oder Mai 2020 liegen. Der/die Kandidat*in mit den meisten Stimmen ist gewählt, wenn die Wahlbeteiligung bei mindestens 30% der Wahlberechtigten liegt. Die Amtsübernahme findet am 1.10.2020 statt.

Falls es bei einer Kandidatin bleiben sollte, könnte es schwer werden, die nötige Wahlbeteiligung zu erreichen. Viele Leute könnten denken: 1. haben wir sowieso kein Wahl. Es gibt ja nur eine Kandidatin. Und 2. wird sie sowieso gewählt. Meine Stimme ist dafür nicht nötig. Ich kann also zu Hause bleiben. – Wir müssen daran arbeiten, damit das nicht passiert.

Frau Kück sagte, ihr Schwerpunkt liege nicht auf dem Bauen, sondern im sozialen Bereich. Das heiße, Möglichkeiten der Begegnung zu erhalten und zu schaffen. Das setze unter anderem einen leistungsfähigen ÖPNV voraus und gute Bedingungen für den Rad- und Fußgängerverkehr. Ute Kück freute sich sehr über das Hallenbad in Ahlerstedt und das moderne Freibad in Harsefeld sowie über die vielen Nutzungsmöglichkeiten, die die Eissporthalle bietet. All das gelte es unbedingt zu bewahren. Bei ihrer Arbeit werde sie sich am Konzept Harsefeld 2030 orientieren, das unter Beteiligung der Bürger entwickelt worden sei. Sehr wichtig finde sie, gerade jungen Leuten Einflussmöglichkeiten zu bieten. Außerdem angesprochen wurden Maßnahmen zum Klimaschutz, etwa ob man bei heutigen Neubauten wie den Kindergärten und der Schule noch fossile Brennstoffe nutzen dürfe, und zum Erhalt der Artenvielfalt, wo Harsefeld ja schon aktiv geworden sei (2 kleine Blühflächen und eine schon gemähte Streuobstwiese am Redder…). Zur Förderung der Biodiversität sei es wichtig, alle Akteure mit ins Boot zu holen, also nicht nur Politik und Verwaltung, sondern die Bevölkerung, Umwelt- und Naturschutzverbände und nicht zuletzt die Landwirte und gemeinsam einen entsprechenden Plan zu entwickeln.

Gegen 21 Uhr waren alle Fragen gestellt und beantwortet. Hartwig Holthusen bedankte sich bei den Gästen und bei Ute Kück und überreichte ihr einen Strauß mit einer Sonnenblume.

Die Gäste gingen und wir anwesenden 6 Grüne tauschten unsere Eindrücke aus. Wir nahmen Frau Kück als selbstbewusste, geradlinige, kompetente Bewerberin wahr. Wir waren uns einig, ihre Kandidatur offiziell zu unterstützen, fassten einen entsprechenden Beschluss und teilten ihr diesen mit.

Frau Kück sagte, es überrasche sie immer wieder, dass die gestellten Fragen nicht wirklich vorhersehbar seien. Sie habe fest damit gerechnet, dass Fragen zur Straßenausbaubeitragssatzung kommen würden. Das ist offenbar (noch) kein Thema in Harsefeld.

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