„Baumfrevel“ – Was wir tun

Massakrierter Baum zwischen „Auf dem Klingenberg“ und Ebenkamp

Wir bemühen uns seit langem um einen Landschaftsentwicklungs- und -pflegeplan für Harsefeld, der Landwirten und Bauhofmitarbeitern bzw. von der Verwaltung beauftragten GaLa-Bau-Firmen bei der notwendigen Landschaftspflege hilft, die Artenvielfalt fördert und obendrauf den Pflegeaufwand reduziert.

Wir werden den Antrag stellen, dass uns Experten vortragen, was so ein Plan leisten kann, wie er erstellt wird und welche Erfahrungen Kommunen machten, die ein Landschaftspflegekonzept entwickelt haben. Dazu an anderer Stelle mehr.

Landwirte, Bauhof- und GaLa-Bau-Mitarbeiter kennen die gesetzlichen Rahmenbedingungen wie u.a. das Bundesnaturschutzgesetz z.B. § 5 (2) Ziff. 3 BNatSchG und halten sich an die Leitlinien ordnungsgemäßer Landwirtschaft. Dennoch kommt es vereinzelt zu Verstößen, wie das Geschehen im Bereich „Auf dem Klingenberg“, dem sogenannten „Baumfrevel“, zeigt.

Landwirte sprachen uns gegenüber von einem offensichtlichen und klaren Verstoß, der so geahndet werden müsse, dass potentielle Nachahmer abgeschreckt werden. Nur so könne die Einhaltung der Regeln sichergestellt und nur so könne eine Rufschädigung der weit überwiegenden Anzahl der Landwirte, die sich an Recht und Gesetz halten, verhindert werden.

Vor diesem Hintergrund sind wir irritiert über die im Tageblatt vom 28.5.19 erschienenen Artikel dokumentierten Äußerungen von Herrn Schlichtmann zur Schadensermittlung, nämlich dass der Flecken „Verhandlungen mit dem Landwirt aufnehmen (soll), um Schäden am kommunalen Eigentum auszugleichen. Wie groß die Schäden sind, die Eigentum der Gemeinde betreffen, konnte Rainer Schlichtmann noch nicht sagen.“

Zur Klärung stellten wir die hier verlinkte Anfrage (PDF) zum Tagesordnungspunkt (TOP) Ö16 „Anfragen und Anregungen“ der Bauausschusssitzung am 20. Juni 2019. Herr Schlichtmann konnte unsere Fragen an dem Tag nur zum Teil beantworten, siehe Protokoll zur Sitzung (zurzeit noch nicht veröffentlicht).

Da in der Sitzung der Eindruck entstand, dass die Verwaltung sich nur auf die Straße „Auf dem Klingenberg“ zwischen K26n und Weißenfelder Forst bezieht, schrieben wir Herrn Schlichtmann per Email folgendes:

Nach meinen Feststellungen fand er jedoch auch auf folgenden Flurstücken statt:

a) 138 – Wirtschaftsweg zwischen „Auf dem Klingenberg“ und Ebenkamp
b) 135/9 und 135/7 – Wirtschaftsweg zwischen Ebenkamp und Biogasanlage
-> beide: https://www.geolife.de/link-karte-535268-5922551-12.html
c) 133/3 – Weg von der Weißenfelde am ehem. Hof Tobaben in Richtung Bahnlinie/Ebenkamp
-> https://www.geolife.de/link-karte-535772-5922052-12.html

Welche der genannten Flurstücke gehören der Gemeinde und wem gehören die übrigen Flurstücke?

Ich gehe davon aus, dass Sie alle betroffenen Gemeinde eigenen Flurstücke begutachten lassen und dass die zur Schadensfeststellung und Wertermittlung entstandenen Kosten dem Schädiger in Rechnung gestellt werden.

Auszug Email an Herrn Schlichtmann am 21.6.19

Wir werden hier über weitere Entwicklungen informieren.

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